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Waschtag

 

Zu den großen und schweren Arbeiten einer Bauersfrau gehörten auch die Waschtage. Je nach Größe der Familie wurde alle vier Wochen ein GroßWaschtag eingelegt. Waren Kinder und ältere Leute im Haus, mußte jede Woche eine Zwischenwäsche vorgenommen werden. Was diese Arbeit zusätzlich für eine Bauersfrau bedeutete, kann man daraus ersehen, wie schwer früher das Waschen war. Der Kessel wurde mit Reißig und Holz angeheizt. Die Wäsche wurde eingeweicht, von Hand auf dem Waschbrett vorgewaschen, in einen Waschkessel gegeben und gekocht. War diese Arbeit vollbracht, wurde sie nochmals durchgewaschen, gespült, gewrungen und aufgehangen. Die bunte Wäsche, Hosen, Röcke, Schürzen usw. wurde dann in dem Kochwasser nachgewaschen, ebenfalls gespült und aufgehangen. Diese Hausfrau (Marie Katharina Fengel) , die ständig einen Haushalt von 10 bis 15 Personen hatte, war wahrhaft nicht zu beneiden.