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Ort - Strassen - Gassen (Teil 2)

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Über Generationen hinweg lebten in diesem schönen Fachwerkhaus in der Niederröderstrasse 7 die Familien Auer. 1935/36 wechselte dieses Gebäude in den Besitz von Wilhelm Jäger. Leider wurde dieses Fachwerk in den Nachkriegsjahren überschindelt. Links der Bub Karl Nenner, abseits davon Margot und Elisabeth Jäger.

 

 

Ortsdiener Heinrich Christian Carl geb. 1876 in Uniform vor seinem Haus Niederröderstrasse 6. Früher trug der Ortsdiener zunächst eine graugrüne, dann eine blaue Uniform, an Sonn- und Feiertagen außerdem einen Säbel und weiße Handschuhe. Bevor es Ortsdiener gab, fungierten die Ausscheller. Ihre Aufgabe war es, an verschiedenen Stellen des Ortes amtliche Bekanntmachungen auszurufen, wobei sie sich mit einer Schelle Aufmerksamkeit verschafften.

 

 

Das Haus in der Mitte des Bildes wurde 1797 als Forsthaus erwähnt; 1888 wurde es als Wohnung des ersten Gemeindearztes Dr. Riße genutzt, bis sich 1906 dann der hießige Konsum mit einem Verkaufsraum etablierte. Im Haus rechts wurde 1976 die erste Notdienst-Zentrale eingerichtet.

 

 

Das früher in der Niederröderstrasse 8 befindliche Haus, das ebenfalls der Erweiterung der alten B45 weichen musste, war vor 1877 von Georg Philipp Liller erbaut worden. Es war das Elternhaus des Metzgermeisters Johann Georg Liller I. Am Fenster ist dessen Mutter Marie Margarete zu sehen. Frau Liller war durch den Sturz von einer Leiter körperbehindert, in der damaligen "Ekke" nannte man sie im Volksmund "des aalt bucklisch Fraasche". Am Haus selbst ist noch eine Straßenlaterne zu erkennen, die zu der damaligen Zeit von den "Ausschellern" angezündet wurde.

 

 

Die Niederröderstrasse, von Niederroden kommend, wurde und wird bei uns die "Ecke" genannt. Die Gebäude rechts sind im Zuge der Strassenverbreiterung abgerissen worden. Im zweiten Haus von links hatte Peter Reining (siehe Anzeige von 1922) seine Werkstatt.