Unternehmen Sie eine Reise in das alte Dudenhofen...in die alten Straßen und Gassen, damalige Sitten und Gebräuche...und stöbern Sie ein wenig durch die Geschichte unseres Dudenhofen
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Der Schweinehirt (Saihärt)

Anton Müller - der letzte Schweinehirt Dudenhofens

 

Nach Erinnerungen des inzwischen verstorbenen Philipp Liller aus der Nieuwpoorterstraße 57 war vor dem Jahr 1900 das gemeindeeigene Gelände um die heute noch stehende Luthereiche eine Kuh - und Schweineweide. Jeden Morgen trieb ein Hirte die Kühe und einen Bullen der ortsansässigen Landwirte auf dieses Gelände. Danach trieb er die Schweine zusammen auf die Weide. Erst nach einem Unfall, bei dem sich eine Kuh ein Bein brach, wurde das Kühe-auf-die-Weide-Treiben eingestellt. Die Schweineweide wurde dann später auf das an der Ecke Opel-Forsthausstraße tiefer als die Straße liegende Gelände verlegt.

Als letzter bekannter Standort war im Gemeindewald am Harreshäuser Weg links ein Stück für die Schweineweide mit Stangen eingezäunt. Die Arbeit der Hirten war früher verschiedenen Männern übertragen, die sich damit ein kleines Zubrot verdienten. Morgens wurden nach einem Trompetenton des Hirten die Schweine von den Eigentümern auf die Straße getrieben, von wo sie, bis zum Ortsausgang zu einer kleinen Herde angewachsen, in das umzäunte Waldgelände am Harreshäuser Weg geführt wurden. Gegen Mittag trieb der Hirte die Schweine wieder ins Dorf zurück. Das Ende der Sitte, Schweine und Gänse in den Wald zu treiben, war bedingt durch den zunehmenden Autoverkehr. 1946 wurde das Treiben der Schweine endgültig eingestellt, nachdem eine Schwein von einem US- Armeefahrzeug angefahren wurde.