Unternehmen Sie eine Reise in das alte Dudenhofen...in die alten Straßen und Gassen, damalige Sitten und Gebräuche...und stöbern Sie ein wenig durch die Geschichte unseres Dudenhofen
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und stöbern Sie ein wenig durch die Geschichte unseres Dudenhofen

Der Gänsehirt (Gensärt)

Christian Walter aus der Hauptstraße 108 war über lange Jahre Dudenhofens Gänsehirt. Er hatte Maler und Lackierer gelernt. Lange Zeit arbeitete er in den Opel-Werken in Rüsselsheim. Die Aufnahme wurde an seinem 90. Geburtstag gemacht. Die "Gänsbrühe - Luft" hat ihn wohl gesund gehalten.  In früheren Jahren gab es - als begehrte Feder - und Fleischlieferanten - auf jedem Bauernhof Gänse. Deshalb hatte die Gemeinde stets einen Gänsehirten, dessen Aufgabe es war, alltäglich die Gänse aus- und einzutreiben, zu hüten und zu bewachen. Im Unnerndorf begann er mit dem Zusammentreiben. Mit einer Trillerpfeife zog er durch die Hauptstraße und lockte seine Schutzbefohlenen. Über die Obere Brücke ging es nach der "Gänsbrühe". Die in jedem Bauernhof vorhandenen Gänse wurden jede siebte Woche gerupft. Die Federn galten als notwendiges Erfordernis und lieferten warme Bettzeugfüllung, was in einem bäuerlichen Haushalt eine Notwendigkeit war, auf die größten Wert gelegt wurde.

Auch die Aussteuer war ohne Federbetten schlecht denkbar. Dem früheren Gänsehirten (Philipp Wendel Mahr) sind die mächtigen Akazien an der Beer - Lache („Gänsbrühe") zu verdanken, die er in den Jahren 1920/21 pflanzte. An der Tafel für Vogelkunde stand eine kleine Schutzhütte

 

Gänsbrühe im Wald von Dudenhofen mit einer stattlichen Zahl Gänse.

 

Die Aufnahme zeigt die Gänsbrühe in ihrem ursprünglichen Zustand im Sommer 1925. Die junge Frau mit dem Kinderwagen ist Else Resch, die Mutter von Manfred Resch.

 

Die Buben des Jahrgangs 1925 haben sich nach dem Schlittschuhlaufen auf der Gänsbrühe zur Gruppenaufnahme formiert.