Unternehmen Sie eine Reise in das alte Dudenhofen...in die alten Straßen und Gassen, damalige Sitten und Gebräuche...und stöbern Sie ein wenig durch die Geschichte unseres Dudenhofen
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Landwirtschaft

In der Offenbach Post vom 18. Dezember 1907 ist folgendes vermerkt:

Das Resultat der Viehzählung in unserem 1625 Einwohner zählenden Orte war folgendes: 110 Pferde, 977 Stück Rundvieh, 238 Schafe, 829 Schweine, 141 Ziegen und 3904 Stück Geflügel. Viehschlachtungen im Hause kamen 312 vor.

Im Märzen der Bauern die Rößlein eingespannt.

Nach dem Mistbreiten erfolgte das Einpflügen, das hier Heinrich Wolf ("Milch-Wolf") verrichtet. Vorn das Pferd, das den Einscharpflug ("´s Pflügelsche") zieht. Dieser hatte zwei Teile: den Vorderpflug und den eigentlichen Pflug mit Schar. Die Gabel war das "Pflugreh". Der Vorderpflug hatte einen eisernen Steg mit drei Aussparungen zur Verbreiterung der Pflugpfurchen. Vorn war noch eine Eisenspindel zum Hoch- oder Tiefstellen.

 

Die gleiche Feldarbeit wie Heinrich Wolf mit seinem Pferd auf dem Bild zuvor verrichet hier Adam Liller mit seinen Kühen.

 

Ludwig Liller aus der Kirchgasse bei der Arbeit auf einem Kornacker mit der Saategge. Diese war dreiteilig. Früher als aus dem Säsack das Winter- und auch das Sommergetreide noch mit der hand gesät wurde, musste das Saatgut eingeeggt werden. Auch im Frühjahr, beim Vorbereiten der Äcker zur Aussaat, wurde die Saategge zum Abeggen der Winterfurche eingesetzt. Ebenso wurde sie zur Unkrautbekämpfung im Frühjahr verwendet.