Unternehmen Sie eine Reise in das alte Dudenhofen...in die alten Straßen und Gassen, damalige Sitten und Gebräuche...und stöbern Sie ein wenig durch die Geschichte unseres Dudenhofen
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Drittes Reich 1933-1945

Historisch bedeutsam ist dieses Bild nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933. Es zeigt von links den Gemeindediener Walter (de einarmische Schütz). Er war nach dem Ersten Weltkrieg zunächst Feldschütze, bevor er in den Innendienst übernommen wurde. In der Mitte Karl Lehr, NS-Bürgermeister ab 1933. Rechts danaben Polizei-Ortsdiener Adam Kratz.

 

Albert Mager, Ludwig Schrod und Karl Kämmerer (alle drei sind im Krieg gefallen) - vor der etwa 1935 von den Nazis gepflanzten Adolf-Hitler-Eiche, die bereits 1945 gefällt wurde.

 

„Altes Judenhaus", so die Bezeichnung im Grundbuch.

Am Fenster: Frau Reinhardt und Tochter Irene. Vorne: Adolf Reinhardt mit Tochter Sophie und seinem Sohn, der heute in Amerika lebt.

Der Jude Adolf Reinhardt war hier lange Zeit ein angesehener Bürger. Er war Vorsitzender des Kriegervereins 1870/71 und bekam für seine Tapferkeit im Ersten Weltkrieg vom deutschen Reich das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen. Er war Mitglied in der Prüfungskommission des ArbeiterSamariter-Bundes und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Wertschätzung seiner Person änderte sich mit den politischen Verhältnissen im sogenannten „Dritten Reich". Als Adolf Reinhardt damals zum Löschen eines Brandes hinzu kam und mithelfen wollte, hieß es: „Hau ab du Jude!"

Adolf Reinhardt wurde in der sogenannten „Reichskristallnacht" am 9. November 1938 von der SA abgeholt und ist später mit seiner Frau in einem Konzentrationslager umgebracht worden.

 

Festzug in der Zeit des III. Reiches.

 

 

Während des Dritten Reiches war die Jugend im Deutschen Junkvolk (DJ), in der Hitlerjugend (HJ), Jungmädels und Bund Deutscher Mädel (BDM) organisiert. Für Spiel. Sport, Wanderungen und gesellschaftliche Veranstaltungen waren die jugendlichen leicht zu begeistern. Die Jungmädel der BDM marschieren durch Dudenhofens Hauptstrasse.

 

Jungvolk vor dem Altar in der evangelischen Kirche.

 

BDm-Mädel machen Rast bei einem Ausflug nach Heidelberg.

 

Philipp Adolf Kämmerer II., Bürgermeister von 1925 bis 1933 mit Ehefrau Luise Katharina und den Töchtern Marie Katharina und Luise Katharina.

In einer Nacht- und Nebenaktion sollte er durch die Nazis verhaftet werden. Rechtzeitig erfuhr er davon und versteckte sich eine Nacht bei Verwandten. Am nächsten Tag fuhr er nach Offenbach zum Kreismat und reichte seine Rücktritt ein. Vergeblich versuchten SS und SA-Leute in der Nacht, ins Haus einzudringen. Die beiden Schwiegersöhne Philipp Seum und Ludwig Fengel hatten einen Wagen gegen das Hoftor geschoben und warteten mit Knüppeln bewaffnet auf die Eindringlinge.

 

Dudenhofen auf Postkarten im Strahlenkranz des 12 Jahre andauernden "Tausendjährigen Reiches".